ArtemiCure – Das Projekt

Mission & Projektstatus

ArtemiCure ist kein klassischer Blog, kein Marketingportal und keine gewöhnliche Produktseite. Was hier entsteht, ist etwas anderes – und es befindet sich noch im Werden.

Die Plattform ist als langfristig angelegtes, frei zugängliches Wissens- und Recherchesystem konzipiert, das sich rund um Artemisia annua, Artemisinin, verwandte Wirkstoffe, medizinische Evidenzen und angrenzende phytotherapeutische Fragestellungen aufbaut. Der Ausgangspunkt ist eine Pflanze, deren pharmakologische Relevanz seit der Entdeckung des Artemisinins durch Tu Youyou – ausgezeichnet mit dem Nobelpreis für Medizin 2015 – wissenschaftlich unbestritten ist. Was jedoch fehlt, ist eine strukturierte, zugängliche und international vernetzte Plattform, die das vorhandene Wissen zusammenführt, bewertet und nutzbar macht.

Genau das ist das Ziel.

ArtemiCure soll zu einer Anlaufstelle werden, die Informationen aus unterschiedlichen Quellen, Sprachräumen und Medizinsystemen systematisch zusammenführt – nicht nur aus westlich geprägten Publikationsräumen, sondern ebenso aus Asien, Afrika, Lateinamerika und anderen Regionen, in denen Artemisia annua seit Jahrhunderten Teil des medizinischen Erfahrungsschatzes ist. Traditionelles Wissen und moderne Evidenz werden dabei nicht gegeneinander gestellt, sondern als zwei Seiten eines komplexen pharmakologischen Bildes verstanden.

Die Plattform versteht sich nicht als statisches Nachschlagewerk. Inhalte, Themenschwerpunkte, Evidenzübersichten, Produktbewertungen und technische Funktionen werden fortlaufend erweitert, geprüft und weiterentwickelt. Was heute noch fehlt, ist morgen vielleicht schon da – und was heute steht, wird mit neuer Datenlage neu bewertet.

Im Hintergrund entsteht parallel ein semantisch strukturiertes Wissenssystem auf Basis einer spezialisierten Datenbank, in der Studien, Wirkstoffe, Erkrankungen, medizinische Evidenzen, pharmakologische Beziehungen und therapeutische Kontexte miteinander verknüpft werden. Ziel ist es, Forschung nicht nur zu sammeln, sondern zugänglich, befragbar und systematisch auswertbar zu machen – ein Anspruch, der über klassische Literaturarchive weit hinausgeht.

ArtemiCure befindet sich damit bewusst zwischen Fachredaktion, Forschungsarchiv, Evidenzplattform und technischer Wissensinfrastruktur. Der Anspruch ist nicht kurzfristige Vollständigkeit, sondern langfristige Substanz, fachliche Tiefe und ein möglichst freier Zugang zu relevantem Wissen – für alle, die ihn suchen.

Kooperationen & Mitwirkung

ArtemiCure ist ein Projekt mit langem Atem. Mit dem weiteren Ausbau der Plattform, der Datenbankstruktur und des geplanten AI-Research-Interfaces wächst auch der Bedarf an fachlicher, redaktioneller, wissenschaftlicher und technischer Mitwirkung. Was bisher in kleinem Rahmen entstanden ist, soll mit der Zeit zu einem kollektiv getragenen Wissenswerk werden – offen, anschlussfähig und international.Gesucht werden keine beliebigen Unterstützer, sondern Menschen und Institutionen mit echtem inhaltlichem Bezug zum Thema. Der Bedarf ist breit – sowohl was die Fachrichtungen als auch was die Art der Mitwirkung betrifft.

Fachbereiche mit besonderem Bedarf:

Medizin und evidenzbasierte Praxis · Phytotherapie und Pharmakognosie · Onkologie, Immunologie und Infektiologie · Tropenmedizin und internationale Gesundheitsforschung · Veterinärmedizin · Wissenschaftsredaktion und medizinische Fachkommunikation · Datenstrukturierung, semantische Systeme und Knowledge Graphs · klinische Literaturauswertung und Evidenzaufbereitung

Von besonderem Interesse sind Kooperationen mit:

Forschenden und wissenschaftlichen Autorinnen und Autoren · Universitäten und akademischen Arbeitsgruppen · Ärztinnen, Ärzten und Therapeutinnen sowie Therapeuten mit Praxiserfahrung · Fachredaktionen und medizinischen Reviewern · Datenkuratoren, Bioinformatik- und AI-nahen Fachleuten · internationalen Projektpartnern mit Zugang zu Primärliteratur, Archiven oder nicht-westlichen Forschungsräumen

Mitwirkung kann in sehr unterschiedlicher Form erfolgen:

Redaktionelle Fachbeiträge und Studienzusammenfassungen · inhaltliche Reviews und wissenschaftliche Einordnung · Datenergänzung und Strukturierung von Evidenzfeldern · technische Weiterentwicklung · internationale Zusammenarbeit und projektbezogene ForschungspartnerschaftenMitwirkung muss weder zeitintensiv noch formal sein. Es gibt keine Mindestanforderung an Umfang oder Regelmäßigkeit – entscheidend ist fachliche Ernsthaftigkeit und ein echtes Interesse an der Sache. Ob jemand einen einzelnen Fachbeitrag beisteuern möchte, eine strukturierte Kooperation sucht oder schlicht in Kontakt treten will um zu sehen ob etwas passt – all das ist willkommen.Das Ziel ist nicht der Aufbau eines geschlossenen Systems, sondern einer fachlich belastbaren, international anschlussfähigen und langfristig wachsenden Wissensinfrastruktur. Offen für alle, die etwas beizutragen haben.Qualifizierte Anfragen richten Sie bitte an: kontakt@artemicure.de

AI-Research-Interface (in Entwicklung)

Ein zentraler Bestandteil dieser Plattform befindet sich derzeit im Aufbau – und es ist das vielleicht ambitionierteste Element des gesamten Projekts.

Geplant ist ein frei zugängliches AI-Research-Interface auf Basis eines spezialisierten Wissenssystems. Keine generische KI, die beliebige Texte zu beliebigen Themen produziert – sondern ein fachlich fokussiertes Recherche- und Antwortsystem, das ausschließlich auf strukturierten, geprüften medizinischen und wissenschaftlichen Daten basiert.

Im Hintergrund wird dafür eine semantisch strukturierte Graphdatenbank aufgebaut, in der medizinische Studien, Wirkstoffe, Erkrankungen, pharmakologische Zusammenhänge, Evidenzbeziehungen und thematische Verknüpfungen systematisch miteinander verbunden werden. Der Datenbestand umfasst bereits viele tausend wissenschaftliche Quellen und wächst fortlaufend. Das Besondere an einem Graphsystem ist dabei nicht die schiere Datenmenge – sondern die Fähigkeit, Beziehungen sichtbar zu machen, die in klassischen Literaturdatenbanken unsichtbar bleiben. Welche Wirkstoffe interagieren mit welchen Rezeptoren? Welche Studien stützen welche Indikationen, und wie belastbar ist diese Evidenz? Welche Forschungsstränge wurden in welchen Regionen der Welt verfolgt, und was fehlt noch? All das soll künftig direkt befragbar sein.

Das geplante Interface richtet sich an:

Fachleute und medizinisch Tätige · Forschende und Universitäten · Heilpraktiker und therapeutische Berufsgruppen · Studierende · sowie interessierte Anwender mit vertieftem Informationsbedarf

Langfristige Ziele des Systems:

Studien schneller erschließen und einordnen · Zusammenhänge zwischen Wirkstoffen und Indikationen systematisch sichtbar machen · Forschungsstände über Sprach- und Fachgrenzen hinweg zugänglich machen · medizinische Informationen aus nicht-westlichen Forschungsräumen integrieren und befragbar machen · eine verlässliche Alternative zu generischen KI-Antworten bei medizinischen Fachfragen bieten

Das AI-Research-Interface ist noch nicht zugänglich. Es befindet sich im aktiven Aufbau und wird schrittweise erweitert. Wann genau der erste öffentliche Zugang möglich sein wird, lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht mit Sicherheit sagen – der Anspruch an die Qualität und Verlässlichkeit des Systems hat Vorrang vor dem Veröffentlichungsdatum.

Was hier entsteht, soll langfristig Bestand haben. Nicht als Feature, nicht als Marketinginstrument – sondern als echtes Werkzeug für alle, die ernsthaft mit dem Thema arbeiten.